First snow

Erhältlich als Fotodruck/Wandbild oder Download

Erster Schneefall

Es ist ein früher Wintereinbruch auf den Bergen, der Weit ins Tal hinunter gegangen ist. Zahllose Wintersportler warten schon auf die Meldung im Wetterbericht, dass in den Alpen Schnee gefallen ist. Touristiker im Stubaital atmen auf, denn sie wissen, der Stubaier Gletscher hat in Wintermodus geschalten. Andere starten mit dem Heizen Ihrer Häuser und empfinden es als viel zu früh.

Auf 2000 Meter sind die Lärchen noch grün und haben Ihre Nadeln noch lange nicht abgeworfen. Der Schnee bleibt somit gut hängen und drückt mit zunehmender Schneehöhe die Äste nach unten. Die schwachen und alten Äste brechen unter der Last des Schnees ab und werden in den nächsten Jahren am Boden verrotten. Dieser eine Tag hat also ein paar Folgen die noch Jahre zu sehen sind. Und ich mache mir keine Sorgen, denn die Natur hat gelernt damit umzugehen. Nach dem Schneefall kam am nächsten Tag schon wieder die Sonne. Die Kraft der Sonne ist Anfang Oktober noch beachtlich. Und so sind die meisten Äste bereits zur Mittagsstunden schon vom Schnee befreit. Nur an der schattigen Seite, wo der Astbestand ohnehin niedriger ist, dauert es noch etwas. Der Baum ist jedoch vorgewarnt und wird sich langsam auf den Winter einstellen.

Vom Freiger über das Zuckerhütl bis hin zur Brennerspitze ist alles tief verschneit. Die Sonne steht noch im Südosten und wirft lange Schatten über die Schneefelder. In den Nordost Flanken der Berge wird in diesen Jahr die Sonne den Boden nicht mehr erreichen. Und so kommt dort mit jeden Schneefall etwas dazu. In diesen Jahr sollen es am Ende 11 Meter akkumulierter Schneefall werden.

Einige Landwirte wissen bereits jetzt, dass die Almwirtschaft sich im Frühjahr etwas verzögern könnte und sorgen schon vor. Die Weidetiere werden ein oder zwei Wochen länger im Stall sein und benötigen mehr Stroh und Heu. Auf manchen Almen kommt noch hinzu, dass die Lawinengefahr und somit der Verlust von Tieren, ebenso kaluliert werden muß. Die Landwirte macht das jedoch nicht nervös, denn sie haben über viele Generationen damit leben gelernt.

Und so ist es wie mit allem. Die Einen freuen Sich, Andere ärgern sich und wiederum Andere nehmen es wie es kommt.

Und Tatsächlich hat es während ich diese Zeilen geschrieben habe zu schneien begonnen. Es ist jedoch Ende Januar. Die Beiträge schreibe ich meist nach Lust und Laune. Nicht immer gleich nach der Aufnahme. Diese Bild stammt aus dem Jahr 2020 Von einer Idee bis zum Foto und einer, für mich schlüssigen Beschreibung, vergehen manchmal viele Monde. Schön wenn man sich dies Freiheit nehmen kann. Betrachtet man die Natur erkennt man schnell, dass Zeit keine Regeln hat und ganz sicher keine exakte Konstante ist. Ein Bild an der Wand oder Schreibtisch hat auch kein Ablaufdatum. Die Erkenntnis ein Bild durch ein anders zu ersetzten kommt manchmal so unerwartet wie ein Wintereinbruch oder eben viele Jahre nicht.