Sundial

Erhältlich als Fotodruck/Wandbild oder Download

Die Kugelsonnenuhr am Elfer

Die größte begehbare Sonnenuhr in den Alpen steht am “11er” in Neustift auf 1800 Meter Meereshöhe. Die Aussichtsplattform ist ein tolles Bauwerk. Man kann den Blick vom Pinistal , ins Inntal, nach Westen zu den Kalkkögel ins Oberbergtal schweifen lassen. Auch sollte man sich die “Zeit” nemen und beobachte, wie die Uhr “tickt”. Einige haben schon ein Schloss an das Geländer gehängt und wollen damit wohl zeigen, dass er/sie für lange Zeit mit dem Stubaital verbunden bleiben möchte. Es ist auch der Ausganspunkt zum Gezeitenweg. Etlang des Weges werden immer wieder Begriffe wie Sekunde, Minuten, Monat usw. anschaulich beschrieben. Um diese Begriffe erklährt zu bekommen ist etwas Schweiß und Zeit nötig. In der Schule hab ich nicht aufgepasst und erst bei dieser Wanderung hab gelernt woher Sekunde abgeleitet wurde. Denke ich an den Begriff “Sekunde” kommen sofort die Gedanken an diese Wanderung, den Blick ins Tal, die flacheren Wiesen nach einem steileren Aufstieg, den blauen Himmel an diesen Tag und wie später auf einmal die Alm hinter einem Bergrücken vor mir stand. Komisch: Begriffe die ich einfach nur so “gegoogeld” habe, lösen bei mir keine große Fülle von positiven Gefühlen hervor. 😉 Ich finde googel super. Bitte nicht falsch verstehn! Ich möchte damit nur sagen, dass der Bergrif Sekunde jetzt für mich weit mehr wurde als die wissenschaftliche Erklährung. Mit diesen Begriff verbinde ich auch ein positives Lebensgefühl. So ist es auch bei Bildern. Ein schönes Bild an der Wand ist ein schönes Bild an der Wand. Hab ich diesen Ort selbst schon Besucht ist es weit mehr. Es bekommt eine Tiefe, Seele wie auch immer man es nennen mag. Möglicherweise sollten wir uns einer Sprache bedienhen deren Worte eine tiefere Bedeutung haben. Möglcherweise sollten wir Dinge besitzten die eine Seele besitzten. Möglicherweise sind diese Zeilen für einen Leser von nutzten. 😉 Nur ein Gedanke.

Es war der 18.12.2021 als ich einen Tandemflug für meinen Partner Jochen Schweizer gemacht habe. Da meine Mitflieger natürlich immer etwas nervös sind, habe ich mir angewöhnt, deutlich vor dem geplanten Termin beim Treffpunkt zu sein.
Beim Ausstieg aus der Gondelbahn sah ich schon wie sich die Paragleiter direkt vor der Sonnenuhr versammelt hatten. Genau dort ist zu dieser Jahreszeit, für ein paar „viertel“ Stunden, die Sonne zu sehen. Die Tage sind kurz, die Berge im Süden hoch und der Sonnenschein kurz. Beim Warten bemerkte ich den Stand der Sonne, welche sich genau in der Achse Standort, Sonnenuhr und Bergpanorama befand.
Schnell hab ich noch eine Aufnahme mit dem Handy gemacht, um die Wirkung des Bilder später zu beurteilen. An diesen Abend beschloss ich, dass am nächsten Tag eine bessere Kamera benötigt wird. Die Wahl des Objektives war schnell gefunden. Eine kleine Blende würde dafür sorgen, dass sich Sonnensterne bilden können. Das Bild war somit im Kopf.

Der nächste Tag war wieder ein „frischer“ Tag. Das Bild zu machen war recht einfach und nach drei vier Positionswechsel war das Werk vollbracht. Nur die Finger konnte ich langsam nicht mehr spüren. Die Handschuhe waren in der Tasche, nur so kann man die kleinen Knöpfe gut bedienen. Jetzt sollte es aber schnell gehen, denn ich wollte noch eine Panorama Aufnahme machen. Was auch gelang.

Und wieder gibt es ein Bild mit einer Geschichte. Es gibt noch weitere Bilder dieser Uhr mit einer Geschichte. Ein herrlicher Sternenhimmel über der Uhr, eine Nachtaufnahme mit den Lichter der Dörfer vor der Uhr, die Uhr im mystischen Nebel und natürlich auch im grellen Sonnenschein. Mit Sicherheit folgen noch weiter und ich freue mich darauf.